Was
macht eigentlich ... Winfried Döring?
"An
mein Tor beim 2:0-Sieg gegen Offenbach in
der Saison 1981/82 kann ich mich gut erinnern.
Ich habe von halbrechts vorm Strafraum auf
das Tor geschossen und der Ball ging ins lange
Eck. Ich ärgere den Uli heute noch mit
dem Tor", erinnert sich Winfried Döring
an einen der vielen unvergesslichen Momente
beim KSV. Uli Schauberger, war übrigens
Torwart des OFC und ist sein jetziger Mannschaftskollege
in der Offenbacher Traditionself. Winfried
Döring hat zwar nie beim OFC gespielt,
ist aber auch mit 53 Jahren noch Fußballer
aus Leidenschaft. Von seinen Heimatverein
TV Grebenau (bei Alsfeld) kam er über
den SV Lollar und den VfB Gießen 1978
nach Nordhessen. Nach zwei Jahren mit dem
FSV Bergshausen in der Oberliga und Nominierungen
in die Hessenauswahl wechselte Döring
zum gerade in die 2. Bundesliga Süd aufgestiegenen
KSV. Spielte er zuvor noch als Stürmer,
bekam der schnelle und quirlige Spieler von
KSV-Trainer Rudi Kröner meist Sonderaufgaben
im Mittelfeld als Manndecker, um die gegnerischen
Spielmacher auszuschalten. 1982 wechselte
Döring für zwei Jahre zum FSV Frankfurt
und fing danach noch einmal „ganz unten“
an: in der Kreisliga C. Der Verein hieß
FC Rhein-Main und war ein Werbemittel der
Firma Portas. Nach einem Durchmarsch bis in
die Bezirksoberliga mit klangvollen Namen,
wie Gerd Müller, Bernd Förster und
Werner Lorant, wurde der Verein wieder aufgelöst.
Auch für Hessen Kassel lief er vor kurzem
mit Spielern, wie Holger Brück, Manfred
Grawunder und Bernd Lichte noch einmal auf:
bei einem Ü-50-Spiel in Berlin. Beruflich
begann der dreifache Vater 1974 in seiner
Gießener Zeit ein Lehramt-Studium, arbeitete
neben dem Fußball an verschiedenen Schulen
und ist seit 13 Jahren Schulleiter an der
Georg-Büchner-Schule in Rodgau.
Tim Siebrecht
(Stand: November 2005) |