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IMPRESSUM

Rudolf Gellesch
Spiele und Tore:

* 01.05.1914 in Gelsenkirchen
† 20.08.1990 in Kassel

Nationalität: Deutsch
Größe: -

Position als Spieler: Halbstürmer

Position beim KSV: Trainer

Länderspiele: 20 Spiele / 1 Tor

 

Saison
Liga
Verein
Position
 
1955-1978
DFB Hessischer Fußball Verband
Trainer
 
1954/55
Oberliga Süd KSV Hessen Kassel
Trainer
 
1953/54
Oberliga Süd KSV Hessen Kassel
Trainer
 
1952/53
2. Liga Süd KSV Hessen Kassel
Trainer
 
1951/52
Oberliga Südwest SV Eintracht Trier 05
Trainer
 
1950/51
Oberliga Südwest SV Eintracht Trier 05
Trainer
 
1945-1950
Westfalenliga FC Lübbecke
Trainer
 
Saison
Liga
Verein
Sp
Tor
Elfm
Ein
Aus
GR
Rot
1933-1941
Gauliga Westfalen FC Schalke 04
-
-
-
-
-
-
-
Saison
Länderspiele
Verein
Sp
Tor
Elfm
Ein
Aus
GR
Rot
1941
Testspiel Deutschland
1
0
0
0
0
0
0
1939
Testspiele Deutschland
4
0
0
0
0
0
0
1938
WM in Frankreich Deutschland
1
0
0
0
0
0
0
1938
Testspiele Deutschland
3
0
0
0
0
0
0
1937
WM-Qualifikation Deutschland
2
0
0
0
0
0
0
1937
Testspiele Deutschland
4
0
0
0
0
0
0
1936
Testspiele Deutschland
4
0
0
0
0
0
0
1935
Testspiel Deutschland
1
0
0
0
0
0
0

Weitere Infos

1953: Vizemeisterschaft und Aufstieg in die Oberliga Süd mit dem KSV Hessen Kassel

1939: Deutscher Meister mit Schalke 04
1937: DFB-Pokalsieger mit Schalke 04
1937: Deutscher Meister mit Schalke 04
1935: Deutscher Meister mit Schalke 04
1934: Deutscher Meister mit Schalke 04

Pressebericht

Trainer Gellesch

"Gellesch und seine Hessen" - ein Jahr Trainingsarbeit des Schalker Altinternationalen prägten dieses Schlagwort und ließen es zu einem festen Begriff in der süddeutschen Fußballwelt werden.

In dem 20fachen Nationalspieler, der neben einem Lehner, Szepan und Siffling stürmte und Mitglied des ruhmreichen "Breslauer Teams" war, vereinen sich die Erfahrung einer vierjährigen, allein durch den Krieg vorzeitig unterbrochenen Praxis und das technisch vollkommene Rüstzeug der berühmten, unvergeßlichen Schalker Schule mit hohen pädagogischen Fähigkeiten zu einer Trainerpersönlichkeit großen Formats.

Der Aufstieg in die Oberliga ist nicht zuletzt das Verdienst seiner ruigen, stets besonnenen Führung der Mannschaft. Dieser Erfolg nach nur einjähriger Trainingsarbeit rückt Rudi Gellesch in die vorderste Front der deutschen Fußball-Trainer.

Quelle: Hessische Nachrichten vom 04.05.1953

Pressebericht

05.10.2004 - Vor 63 Jahren beendete Rudi Gellesch seine Nationalmannschaftskarriere

Mit 20 Länderspielen gehört er noch immer zu den zehn Schalkern mit den meisten Einsätzen für den Deutschen Fußball-Bund. Rudi Gellesch feierte als Spieler mit den Knappen drei Meisterschaften sowie einen Pokalsieg, stand in der legendären Breslau-Elf und nahm an der WM 1938 in Frankreich teil. Am 5. Oktober 1941 endete seine Laufbahn in der Nationalmannschaft Er war ein begnadeter Fußballer. Rudolf "Rudi" Gellesch (*1. Mai 1914) agierte meistens im Mittelfeld der Schalker Wunderelf in den 30er Jahren und tat dort viel für den Spielaufbau des legendären "Kreisels". An der Seite von Fritz Szepan glänzte er als Halbstürmer oder Außenläufer und feierte mit den Königsblauen drei Meister-schaften (1935, 1937 und 1939) sowie einen Pokalerfolg (1937). Beim ersten Schalker Titelgewinn 1934 ließ Trainer Hans "Bumbas" Schmidt Ala Urban für Gellesch spielen, 1940 erhielt er keinen Urlaub und 1942 war der gebürtige Gelsenkirchener an der Ostfront.

Bis 1944 bestritt Gellesch mehr als 180 Pflichtspiele für die Knappen, denen er sich 1926 angeschlossen hatte. Der damals 12-Jährige begann als Torwart, langweilte sich jedoch schnell auf der Position - die Schalker Jugend war den anderen Mannschaft meist haushoch überlegen - und wurde zum Angreifer umgeschult. Trainer Kurt Otto entdeckte ihn als 17-Jährigen für die erste Mannschaft, fortan war er aus der Formation um Kuzorra, Szepan und Co. kaum noch wegzudenken.

Mit 21 Jahren wurde Gellesch Nationalspieler. Zusammen mit Ala Urban debütierte er am 18. August 1935 gegen Luxemburg. Er nahm an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teil und wurde auch von Sepp Herberger berücksichtigt, als der nach dem enttäuschenden Abschneiden in Berlin den Auftrag erhielt, eine neue Nationalmannschaf zu formen. Bei der Geburtstunde der Breslau-Elf, dem 8:0 gegen Dänemark, stand er genauso auf dem Rasen wie Fritz Szepan und Ala Urban. Ein Jahr lang bleib das Team ungeschlagen, bei der WM 1938 in Frankreich hingegen versagte Deutschland. Durch politischen Druck, Deutschland war in Österreich einmarschiert, wurde die Mannschaft auseinander-gerissen und mit Kickern aus der Alpenrepublik aufgefüllt. Im Achtelfinale schied das Team gegen die Schweiz aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlug es Gellesch nach Lübbecke in Westfalen. Er wurde Spieler-trainer beim FC, die er bis die Westfalenliga führte. 1950 heuerte er für zwei Jahre bei Eintracht Trier an, ehe es ihn nach Nordhessen zog. Hessen Kassel war seine nächste Trainerstation (1952 bis 1955). Anschließend wurde er Verbandstrainer in Hessen, eine Aufgabe, die er bis zu seiner Pensionierung 1978 ausfüllte. Im Sommer 1990 verstarb Gellesch mit 76 Jahren in seiner Wahlheimat Kassel.

Quelle: www.100-schalker-jahre.de