Duell
mit Ex-Klub
Wenn morgen
Abend um 18.30 Uhr am Waberner Reiherwald
das Finale um den Fußball-Bezirkspokal
zwischen dem Gastgeber TSV und dem Oberligisten
KSV Hessen Kassel angepfiffen wird, dann ist
es nicht nur für die Akteure des Bezirksoberligisten
eine besondere Partie. Sondern auch für
TSV-Trainer Friedhelm Janusch, der in seiner
aktiven Zeit die Stiefel für die Kasseler
schnürte. "Natürlich freue
ich mich auf dieses Spiel", sagt der
53-jährige, "schließlich ist
der KSV nach wie vor die erste Fußball-Adresse
in Nordhessen."
Für
Friedhelm Janusch war Hessen Kassel einer
von nur drei Vereinen, für die er jemals
am Ball war. Von der Waberner A-Jugend wechselte
der 18-jährige Vollblutstürmer zum
Oberligisten CSC 03 Kassel, ehe der Renommierklub
KSV um seine Dienste buhlte. Bei den Löwen
stand Janusch von 1970 bis 1973 unter Vertrag.
Durch mehrere schwere Verletzungen gelang
ihm jedoch beim damaligen Zweitligisten nie
der absolute Durchbruch. Trotzdem gab es eine
Partie, auf die Janusch noch heute von Fußball-Anhängern
angesprochen wird: Ein Freundschaftsspiel
gegen Bayern München, in dem ihm beim
4:1-Sieg der Hessen nach der Pause drei Tore
gelangen.
Heute hat
Friedhelm Janusch zum KSV kein besonders enges
Verhältnis mehr. "Ich sehe mir,
wenn es passt, mal ein Heimspiel der Hessen
an", sagt Waberns Coach, "und ab
und zu treffe ich noch alte Weggefährten
wie Alfred Resenberg oder Herbert Maciossek."
Dem KSV Hessen wünscht der Mann, der
viermal Torschützenkönig der Landesliga
war, für die Zukunft viel Erfolg. Nicht
aber im Pokalfinale am Reiherwald, in dem
er seine Elf siegen sehen will.
(PPX/HNA-Sportredaktion,
23.09.2003) |