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Klaus-Peter Jendrosch
Spiele und Tore:


* 30.04.1939 / † 02.03.2008

Nationalität: Deutsch
Größe: -

Rückennummer: 10
Position: Angriff

 

Hessen Kassel: 100 Spiele / 77 Tore

1. Bundesliga: 13 Spiele / 5 Tore
OL Süd (1. Liga): 28 Spiele / 17 Tore
RL Süd (2. Liga): 112 Spiele / 61 Tore
2. Liga Süd: 29 Spiele / 22 Tore

DFB-Pokal: 6 Spiele / 2 Tore

 

Saison
Liga
Verein
Position
 
1979/80
2. Bundesliga Süd SSV Ulm 1846
Trainer
bis 03/80
1978/79
Oberliga Baden-W. SSV Ulm 1846
Trainer
 
1977/78
Amateurliga Baden-W. SSV Ulm 1846
Trainer
 
1976/77
Amateurliga Nordwürtt. VfR Aalen
Trainer
 
1975/76
Landesliga Bayern SpVgg Weiden
Trainer
 
1974/75
Amateurliga Bayern SpVgg Weiden
Trainer
 
1971-1974
Landesliga Bayern 1. FC Amberg
Trainer
 
1969-1971
Landesliga Bayern TSV Weißenburg
Trainer
 
Saison
Liga
Verein
Sp
Tor
Elfm
Ein
Aus
GR
Rot
1968/69
Regionalliga Süd SSV Jahn Regensburg
2
0
-
-
-
-
-
1967/68
Regionalliga Süd SSV Jahn Regensburg
21
5
-
-
-
-
-
1966/67
Regionalliga Süd Freiburger FC
33
17
-
-
-
-
-
1965/66
Regionalliga Süd Freiburger FC
19
5
-
-
-
-
-
1964/65
1. Bundesliga Karlsruher SC
13
5
-
-
-
-
-
1964
Aufstiegsrunde
KSV Hessen Kassel
6
4
-
0
0
-
-
1963/64
Regionalliga Süd
KSV Hessen Kassel
37
34
-
0
0
-
-
1962/63
Oberliga Süd
KSV Hessen Kassel
28
17
2/0
0
0
-
-
1961/62
2. Liga Süd
KSV Hessen Kassel
29
22
-
0
0
-
-
1960/61
Gruppenliga
KSV Hessen Kassel II
-
-
-
-
-
-
-

Weitere Infos

1979: Aufstieg in die 2. Bundesliga mit dem SSV Ulm
1978: Aufstieg in die Oberliga mit dem SSV Ulm
1964: Süddeutscher Meister mit dem KSV Hessen Kassel
1962: Meisterschaft und Aufstieg in die Oberliga Süd mit dem KSV Hessen Kassel
1961: Hessenpokalsieger mit den Amateuren des KSV Hessen Kassel

Pressebericht

Trauer um Jendrosch

Rolf Fritzsche ist traurig, weil er einen Freund verloren hat. Rolf Fritzsche war Halbstürmer des KSV Hessen in den glorreichen Zeiten der Sechzigerjahre, in denen der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga nur knapp misslang. Und er hatte damals auf dem Spielfeld einen Partner, ohne den der KSV in der bundesdeutschen Fußball-Szene eine weitaus bescheidenere Rolle gespielt hätte. Peter Jendrosch ist - wie erst jetzt bekannt wurde - am 2. März im Alter von 68 Jahren gestorben.

Manchmal sprechen Zahlen für sich. Jendrosch hat in 100 Spielen für den KSV Hessen 77 Tore geschossen. Doch er war nicht nur Torjäger. Seine Position haben die aktuellen Trainer mit ihren Gegentor-Phobien abgeschafft. Peter Jendrosch war ein offensiver Mittelfeldspieler, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit in der Mittelstürmerposition auftauchte.

Viele Flanken, die dann zu Toren führten, erhielt Jendrosch von Joschi Burjan. Der war damals KSV-Rechtsaußen, und auch er erinnert sich voller Wehmut an Peter Jendrosch. "Er war ein toller Kumpel", sagt Burjan.

Ein bisschen mehr über den Menschen Jendrosch verrät Werner Haßenpflug, der mit dem Halbstürmer in der Saison 1960/61 in der KSV-Amateurmannschaft gespielt hat. "Wenn Peter Jendrosch Geld hatte, dann hatten wir auch Geld", sagt Haßenpflug und meint: Ein Geizkragen war Jendrosch bestimmt nicht.

Der war aus Dortmund - wo er für die Viktoria gespielt hatte - nach Kassel gekommen, weil er als Soldat der Bundeswehr an der Fulda stationiert war, schoss aber bei den Amateuren gleich so viele Tore, dass der Wechsel zu den Vetragsspielern schnell beschlossene Sache war.

Ludwig Müller, der Held von Augsburg, war damals Masseur der KSV-Kicker und erinnert sich an so manche Poker-Partie der Fußballer. Peter Jendrosch war stets mittendrin in der Pokerrunde, und auch Müller - damals meistens Kiebitz - hat nur gute Erinnerungen an den feigiebigen Torjäger. "Ein ganz feiner Kerl", sagt die Kasseler Leichtathletik-Legende.

Treu aber blieb Jendrosch dem KSV nur bis zum Sommer 1964. Damals verpasste der KSV den Aufstieg knapp, aber den Torjäger zog es trotzdem in die Bundesliga. Er wechselte zum Karlsruher SC, schoss gleich im ersten Spiel ein Tor und wurde doch nicht glücklich. Nach nur 13 Spielen und vier weiteren Toren war Schluss mit der Erstklassigkeit, und Peter Jendrosch schloss sich dem damaligen Regionalligisten Freiburger FC an. Von Freiburg ging die Reise zu Jahn Regensburg, der ebenfalls in der Regionalliga spielte, und 1969 Endstation einer großartigen Karriere war.

Nach der Spieler-Laufbahn folgte die Trainer-Karriere mit Stationen in Bamberg, Weiden, Ulm und Aalen. Den SSV Ulm 46 führte Jendrosch zwischen 1977 und 1979 von der Amateurliga Baden-Württemberg über die Oberliga in die 2. Bundesliga. Seine Trainer-Karriere beendete Peter Jendrosch in Memmingen, wo er am 2. März einem Krebsleiden erlag. Jendrosch hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.

Gerd Brehm (HNA-Sportredaktion, 21.03.2008)