Was
macht eigentlich ... Erich Knothe?
Wenn jemand
etwas über den KSV Hessen Kassel erzählen
kann, dann ist es Erich Knothe. Der 81-jährige
Kasseläner war Spieler bei der Gründung
des Vereins 1946, spielte in 536 Spielen für
den KSV und geht auch heute noch begeistert
zu den Spielen ins Auestadion.
Begonnen
hatte er seine Laufbahn beim SV Kurhessen,
einem Vorgängerverein des KSV. Während
der letzten Kriegsjahre kam der Spielbetrieb
jedoch völlig zum erliegen und formierte
sich erst ab 1946 neu. Der aus dem Krieg zurückgekehrte
Erich Knothe entdeckte seine Fußballleidenschaft
wieder und wurde Spieler des neu gegründeten
Vereins „VfL Hessen“, der ab der
Saison 1947/48 mit dem Kasseler SV zum „KSV
Hessen Kassel“ fusionierte. Der KSV
wurde schnell die stärkste Mannschaft
in Nordhessen und eilte von Erfolg zu Erfolg:
Zwei Meisterschaften in der Landesliga Hessen,
1950 der Aufstieg in die 2. Liga Süd
mit Einführung des Profitums und 1953
sogar der Aufstieg in die höchste deutsche
Spielklasse, der Oberliga Süd. Dabei
war Erich Knothe stets Stammspieler und hatte
als rechter Verteidiger seine Position gefunden.
„Damals war die Zuschauerresonanz überwältigend“,
erinnert er sich an die Spiele gegen heute
etablierte Bundesligisten vor bis zu 30.000
Zuschauern.
Nach seiner
aktiven Laufbahn arbeitete er von 1960-71
als Ingenieur für die Firma Henschel
in vielen afrikanischen Ländern beim
Aufbau eines Vertriebsnetzes für Schwerstkraftwagen
und danach auch in verschiedenen europäischen
Ländern. Über seine gesammelten
Erfahrungen schrieb Erich Knothe mehrere Bücher,
unter anderem auch über seine Trainertätigkeit
in Afrika.
Tim Siebrecht
(Stand: April 2004) |