Was
macht eigentlich ... Jerzy Matys?
„Die
Zukunft des KSV? In zwei Jahren 2. Bundesliga!“
antwortet Jerzy Matys, der gerne ins Auestadion
geht, um den KSV Hessen Kassel spielen zu
sehen.
Er selbst
hat nie das Risiko gescheut und ist im Jahr
1989 mit seiner Familie von Polen nach Kassel
gezogen. Bei dem polnischen Erstligisten Slask
Wroclaw (Breslau) hatte Jerzy Matys schon
in sieben Jahren Profierfahrung gesammelt
und so verwunderte es nicht, dass es lediglich
eine Oberliga-Saison in der zweiten Mannschaft
des KSV dauerte, bis der Abwehrstratege Stammspieler
der ersten Mannschaft wurde. Damals stieg
die erste Mannschaft aus der 2. Bundesliga
ab, womit er in der Oberliga blieb. „Das
war meine beste Zeit beim KSV. Wir hatten
eine starke Truppe“ beschreibt er das
folgende Jahr, in dem er mit dem KSV Hessen
Kassel, unter anderem vor Kickers Offenbach,
Meister der Oberliga Hessen wurde. Es folgte
die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, wo es
in dramatischen Spielen nicht zum Aufstieg
reichen sollte.
Jerzy Matys
war einer der wenigen Profis in der Mannschaft,
so dass er erst nach seiner Karriere einem
Beruf nachging. Er arbeitet heute im Lagerbereich
bei VW. Die letzten seiner 182 Spiele für
die Löwen bestritt Jerzy in der Regionalliga-Saison
1996/97 und lies dann seine Karriere als Spielertrainer
in Sand und Ippinghausen ausklingen. „Ich
habe genug gespielt, jetzt sollen die Jungen
ran“. Damit ist wohl hauptsächlich
sein Sohn Jaroslaw gemeint, der mit der A-Jugend
des KSV Baunatal in der Bundesliga spielt.
„Ich würde mich sehr freuen, wenn
er es irgendwann einmal in die erste Mannschaft
des KSV Hessen Kassel schaffen könnte.“
Nach seiner Rechnung wäre das dann in
der 2. Bundesliga ...
Tim Siebrecht
(Stand: August 2003) |