Was
macht eigentlich ... Peter Velhorn?
Zeitmaschinen
gibt es nicht? Klar gibt es die! Peter Velhorn
hat so eine. Getarnt als Wohnwagen kommt er
damit in das München und Essen der 50er
und das Kassel der 60er Jahre. „Reisen
in die Vergangenheit“ nennt er seine
Fahrten zu den Stätten, in denen er als
Mittelstürmer nationalen Ruhm erlang.
Anfang der
50er legte der gebürtige Münchner
mit seinen Toren den Grundstein für eine
erfolgreiche Vereinsgeschichte des FC Bayern.
Damals war an eine Vorherrschaft der Bayern
im deutschen Fußball trotz des DFB-Pokalsiegs
1957 noch lange nicht zu denken. 1955 musste
er mit den Bayern sogar für ein Jahr
in die 2. Liga.
Velhorn galt
als einer der besten Kopfballspieler der 1.
Liga und so einen brauchte im Jahre 1958 Rot-Weiß
Essen. Einen anderen starken Offensivspieler
hatten sie ja schon: Helmut Rahn, WM-Held
von Bern. Peter Velhorn erinnert sich gerne
an diese zwei Jahre und den Wirbel der jedes
Mal um Rahn gemacht wurde: „Wir haben
oft Freundschaftsspiele bestritten. Für
Rot-Weiß Essen ohne Rahn bekam der Verein
5.000 und mit Rahn 10.000 DM.“
1960 gab
es dann ein Wiedersehen mit seinem Trainer
aus der Bayern-Zeit: Willibald Hahn. Der war
Trainer des KSV und hatte den Aufstieg in
die 1. Liga als Ziel. Nach zwei Jahren war
es soweit und Hessen Kassel stieg 1962 das
zweite und letzte Mal in seiner Vereinsgeschichte
in die 1. Liga auf, nicht zuletzt auch wegen
der 17 Tore von Peter Velhorn.
Danach wechselte
er nach Österreich und schloss eine Trainerkarriere
an. In den 70er Jahren war er Trainer verschiedener
Zweitligavereine, unter anderem auch vom KSV
Baunatal. Anfang der Achtziger Jahre baute
er eine Tennisanlage in München auf,
die er bis vor zehn Jahren betrieb. Seitdem
geht der heute 72-Jährige seiner Leidenschaft
nach: dem Zeitreisen.
Tim Siebrecht
(Stand: April 2005) |