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Was macht eigentlich ... Ulrich Wielandt?

Ulrich Wielandt wurde im April 1956 in Furtwangen geboren und spielte dort für den SVF, bis er im Seniorenbereich zum SV Kirchzarten wechselte. Der hochgewachsene Stürmer schoss in der 1. Amateurliga an die 40 Tore pro Saison, was ihm eine Nominierung in die Amateurnationalmannschaft einbrachte. In diesem Spiel gegen Holland entdeckte ihn der damalige Trainer von Borussia M’gladbach: Udo Lattek.In der Saison 1979/80 wechselte Ulrich Wielandt in die Bundesliga, wo er allerdings derart vom Verletzungspech verfolgt wurde, dass er lediglich zu drei Einsätzen kam und nach drei Operationen in eineinhalb Jahren entnervt seine Fußballkarriere beenden wollte.

Auf gepackten Koffern bekam er im November 1981 einen Anruf des KSV Hessen und konnte überredet werden, es noch einmal mit dem KSV in der 2. Bundesliga zu versuchen. Gleich in seinem ersten Spiel schoss er zwei Tore und riss sich den Meniskus. Dies war seine letzte Verletzung und fortan spielte er bis 1984 in 108 Spielen für den KSV im Sturm und später auch als Vorstopper.

Danach zog er mit seiner Familie zurück in seine Heimat, denn seine in Kassel geborene Tochter musste in den Kindergarten und seine zweite von insgesamt drei Töchtern war gerade unterwegs. So spielte er zwei Jahre beim Freiburger FC in der Oberliga und war danach sieben Jahre lang Spielertrainer der Vereine SV Kappel und SV Endingen.

Beruflich hatte er ein Studium zum Grund- und Hauptschullehrer abgeschlossen, da er seine Staatsexamen aber in zwei verschiedenen Bundesländern machte, wurde er weder in Kassel noch in Freiburg eingestellt. So schloss Ulrich Wielandt noch in Kassel eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann ab und arbeitet heute bei der Zürich Gruppe Deutschland.

Tim Siebrecht (Stand: März 2004)