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Ex-Torjäger
Hampl grüßt aus Thailand
Kassel. Wir erreichen Helmut
Hampl am Strand. Der frühere Zweitligaprofi
des KSV Hessen Kassel ist in aufgeräumter
Stimmung. Er sitze gerade in einem Lokal am
Meer und beobachte den Trubel um sich herum.
26 Grad sei es, die Sonne werde bald untergehen.
Hampl, der in den 80er-Jahren
für die Löwen 102 Tore geschossen
hatte, lebt in Thailand. Genauer: in Pattaya,
einer Stadt am Golf von Thailand, etwa 200
Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok.
Ein schönes Leben, wie er sagt. Immer
Sonne.
Hampl hatte uns Ende Oktober
mit einem Brief überrascht. Schöne
Grüße aus Thailand an die HNA-Redaktion
und all seine Bekannten in Kassel, hieß
es da. Und weiter: Er habe seinen 60. Geburtstag
am 29. September im Urlaubsparadies gefeiert.
Alles sei super gewesen. Und: Wir sollten
alle ihm noch Bekannten beim KSV von ihm grüßen.
Grund genug für uns,
ihn anzurufen. Ja, seit zwölf Jahren
lebe er eigentlich schon in Thailand. Davon
die letzten beiden Jahre ununterbrochen. Eine
Art Dauerurlaub, denn er arbeite nicht mehr.
Ein Antrag auf Verrentung laufe.
Früher, als Hampl noch
in Kassel gelebt hatte, war er als Bauzeichner
und Technischer Leiter bei einem Unternehmen
in Kaufungen angestellt. Dann wurde er arbeitslos,
bekam zeitweise Depressionen, zog um nach
Thailand. Jetzt sei alles wieder in Ordnung.
In Thailand hat er in einer
deutschen Kolonie ein Appartment angemietet.
Dort erhält er regelmäßig
auch Besuch aus Nordhessen. Freunde aus Lohfelden
waren schon da und Erich Balders, heute 72,
der früher Abteilungsleiter beim KSV
war und der Hampl in den 70er-Jahren von Neumarkt
in Bayern nach Kassel geholt hatte. Nach großen
Fußball-Jahren mit Aufstieg in die 2.
Bundesliga, 228 Spielen und 102 Toren wechselte
er 1985, nach dem knapp verpassten Aufstieg
in die Bundesliga, zum CSC 03 Kassel in die
unteren Klassen. 1990 schließlich hörte
er als Aktiver auf.
Hampl erinnert sich gern
an seine Kasseler Zeit zurück. Nordhessen
sei seine zweite Heimat geworden. Fußballerisch
werde er nie das Spiel beim 1. FC Saarbrücken
vergessen, als er binnen vier Minuten beim
3:1-Sieg des KSV drei Tore schoss.
Nordhessen verließ
er vor einigen Jahren zunächst Richtung
Neumarkt. Dort leben seine beiden Töchter
Tatjana und Vivian. Seine Ehe war schon vor
20 Jahren geschieden worden.
Kauderwelsch
Jetzt also Thailand. Die
Sprache beherrscht er nicht, er schlägt
mit Englisch und ein wenig Kauderwelsch, wie
er sagt, aber gut durch. Einige Jahre will
er noch dort bleiben. In Kassel war er zuletzt
vor zwei Jahren. Im kommenden Mai plane er
einen neuen Besuch. Dann will er sich auch
das runderneuerte Auestadion ansehen. Im Übrigen
interessiere ihn der Werdegang der Löwen
nach wie vor. Übers Internet sei er immer
bestens informiert. „Hoffentlich steigen
sie auf“.
Von Uli Brehme (HNA-Sportredaktion,
10.11.2010)
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