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Maradona good, Pelé better, George Best

In Nordirland zollen die Fußballfans ihrem Nationalhelden George Best mit dem Spruch im Titel des Beitrags immer noch Tribut. Der Fußballstar der 60er, 70er und 80er Jahre ist bis heute nicht vergessen. Was ihn so berühmt machte, war die Tatsache, dass er nicht nur auf dem Feld brillant war. Auch außerhalb des Feldes war er ein Star – der größte und einzige Popstar der Fußballszene zur damaligen Zeit.

Was George Best zum Playboy der Fußballwelt machte

Seine Art, kein Blatt vor den Mund zu nehmen sowie seine zahlreichen Eskapaden machten George Best zu einem Playboy. In den 60ern war es die Öffentlichkeit nicht gewohnt, solch extravagante Fußballer zu erleben. Gepaart mit seinen unglaublichen fußballerischen Qualitäten sorgte sein Charakter für ein absolutes Hervorstechen aus der Masse.

Seine langen schwarzen Haare machten ihn zu einem Frauenschwarm.

Sein Alkoholkonsum brachte ihn dazu, sich in der Öffentlichkeit Ausrutscher zu erlauben.

Sein Hang zum Glücksspiel bescherte ihm bereits im jungen Alter einen riesigen Schuldenberg.

Die Impulsivität im Charakter und der Mangel an Disziplin übertrugen sich allerdings auch auf seine Karriere, was für die zahlreichen Tiefen sorgte. So erhielt er eine mehrwöchige Sperre, als er gegenüber dem Schiedsrichter ausrastete. Sein Comeback danach: Magisch! Sechs Tore im ersten Spiel nach der Sperre lassen die Fans und die Mannschaft jubeln. Wenige Spiele später: Eine erneute Sperre, weil er den Schiedsrichter anspuckt und mit Schlamm bewirft. Exakt in diesem Muster ging es weiter: So kam es, dass George Best trotz zahlreicher atemberaubender Erfolge – wie dem Sieg mit Manchester United bei dem Europapokal der Landesmeister – bei Manchester United rausgeworfen wurde.

Die Zeit nach MANU: Vereinswechsel und größere Skandale

Nach Manchester United nahm George Best eine kurze Auszeit. Wegen seiner Geldschulden war er allerdings gezwungen, wieder mit dem Fußball anzufangen. Dies tat er immer wieder bei kleineren Vereinen, wo er jedoch wegen seiner Verfehlungen nach kürzester Zeit immer nach kurzen Engagements entlassen wurde.

George Best hatte jedoch vorgesorgt und mittlerweile Modeboutiquen und Nachtklubs in seinem Besitz. Doch die Nachtklubs waren ein denkbar schlechtes Pflaster für einen Alkoholabhängigen. So kam es, wie es kommen musste: Er ging komplett pleite. Doch auch hier war er um keinen Spruch verlegen: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich verprasst.“

Letzte Jahre: Ganz im Zeichen des Alkohols

Es schien am Ende so, als sei alles, was George Best von einem noch schlimmeren Lebenslauf abgehalten hätte, nur der Fußball gewesen. Dies kann man auch einer Aussage entnehmen, bei der er erwähnt, das einzige, was er bereue, sei, nicht ein Jahrzehnt länger Fußball gespielt zu haben.

2003 brauchte er eine Lebertransplantation aufgrund seines Alkoholkonsums. Da er mit dem neuen Organ jedoch weitertrank, starb er 2005 bereits im Alter von 59 Jahren.

Seine Eskapaden bleiben populär, doch letzten Endes überwog bei der Trauerfeier und auch danach die Ehrung für eine einzigartigen Fußballer ohne negativen Gedanken.

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